Rekordergebnisse und Titelpremiere – diese Geschichten schrieb die Glarner Golfmeisterschaft 2025
Erstmals bleibt an der Glarner Golfmeisterschaft ein Spieler unter Par. Der Titel geht aber an einen anderen. Bei den Frauen gibt es eine Premierensiegerin sowie ebenfalls eine neue Bestleistung. Letzteres auch in der Nettowertung.
Andrew Newson gelang am vergangenen Freitag an der 13. Glarner Golfmeisterschaft eine absolute Traumrunde. Mit 13 Pars, 3 Birdies und nur 2 Bogeys kam er auf ein Ergebnis von 69 Schlägen (37 Bruttopunkte). Damit blieb er einen Schlag unter dem Platzstandard im Golfclub Ybrig, der zum dritten Mal in Folge Austragungsort dieser Titelkämpfe war. Es ist etwas, das zuvor noch nie einem Spieler oder einer Spielerin an diesem Turnier gelungen war. Zuvor lag der Bestwert bei 32 Bruttopunkten, aufgestellt von Hans Heiri Legler im Jahr 2019 im Golfclub Gams-Werdenberg.
Der Haken an der Sache: Newson ist nicht titelberechtigt. Zumindest noch nicht. Dies, da er weder im Glarnerland wohnt, noch Glarner Bürger oder Aktivmitglied von Golf Glarnerland ist. Noch während der Preisverteilung hat der Veranstalter (Golf Glarnerland) aber verkündet, Newson, der jeweils als Vertreter des Sponsors Glarner Kantonalbank zum Turnier geladen ist, im kommenden Jahr die nötige Mitgliedschaft schenken zu wollen.
Denn eines ist klar: Am Schluss einen Glarner Meister zu haben, der nicht der beste Spieler des Turniers war, ist unbefriedigend – nicht zuletzt für den Titelträger selber.
Umberg zum Siebten …
Silvano Umberg, der den Titel „erbte“, hatte dann auch ziemlich gemischte Gefühle. Dies aber auch, weil er mit seiner eigenen Leistung unzufrieden war. Von Beginn an waren seine Abschläge unpräzise. Auf der ersten Platzhälfte konnte er meist noch irgendwie das Par „retten“ (15 Punkte).
Dann folgte aber ein grösseres Tief mit einer zweiten und dritten Null-Punkte-Spielbahn.
Am Schluss totalisierte er 27 Zähler. Satte zehn weniger als Newson, aber immer noch vier mehr als der Nächstbeste, Gunter Knall (23). Umberg sammelte somit seinen bereits siebten Glarner Meistertitel, den dritten in Serie.
… und Kühni zum Ersten
Bei den Frauen gab es derweil eine neue Siegerin. Vor Jahresfrist hatte sich Roshini Kühni noch ganz knapp mit Rang 2 begnügen müssen. Diesmal setzte sich das Mitglied des Golfclubs Ybrig mit vier Zählern Vorsprung vor Margrit Luchsinger (19) durch, die zusammen mit der diesmal aufgrund einer Knieoperation nicht einsatzfähigen Titelverteidigerin Trudi Roth mit vier Triumphen Rekordmeisterin ist.
Kühni totalisierte 23 Bruttopunkte – und damit ebenfalls ein neues Rekordergebnis. Zuvor waren die 22 Zähler von Luchsinger im Jahr 2021 die Bestmarke gewesen.
Sagenhafte 67 Punkte
In eine fast schon schwindelerregende Höhe schraubte Enea Fischli das Rekordresultat in der Nettowertung hoch, in der das Spielniveau des Spielers in die Punktevergabe miteinbezogen wird. Mit 36 Nettopunkten hat ein Golfer oder eine Golferin das Soll erfüllt. Fischli sammelte aber sagenhafte 67 Punkte, 13 mehr als Marco Gygli im Jahr 2019.
Abgesehen von den Brutto- und Nettokategorien wurden auch noch in zwei Spezialwertungen Sieger erkoren. Die grösste Präzision mit seinem Abschlag an Loch 8 legte Gunter Knall an den Tag, indem er den Ball bis auf gut 2 Meter ans Loch heranspielte. Die längsten Abschläge an Loch 14 gelangen derweil Marion Knobel Hefti und Alen Memeti.
Im Wetterglück
Letztlich durften sich dank der vielen treuen und grosszügigen Sponsoren einmal mehr sehr viele Teilnehmende über tolle Preise freuen. Glücklich schätzen konnten sie sich auch in Sachen Wetter. Nachdem es am Donnerstag noch so stark geregnet hatte, dass an eine Turnierdurchführung nicht zu denken gewesen wäre, blieb es am Freitag praktisch trocken, ja zeigte sich am Nachmittag sogar zwischendurch die Sonne. Zudem präsentierte sich der Platz trotz der sehr heftigen Niederschläge an den Tagen davor in einem hervorragenden Zustand. Mit ein Grund, weshalb auch die 14. Ausgabe der Glarner Golfmeisterschaft wieder im Golfclub Ybrig durchgeführt werden wird. (pd)

